Schalter & Taster


Alle technischen Angaben sind für die Produkte durch Untersuchungen belegt.
Sollten Sie speziell für Ihren Anwenwendungsbereich an weiteren Daten
interessiert sein, so bitten wir um Ihre Anfrage.

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Grundnormen

Für die Entwicklung unserer Produkte wurden folgende Normen zugrunde gelegt:

DIN 40040
Richtlinien für die Bildung von klimatischmechanischen Anwendungsklassen für elektrische Bauelemente der Nachrichtentechnik.

DIN 40046 bzw. DIN IEC 68
Klimatische und mechanische Prüfungen für elektrische Bauelemente der Nachrichtentechnik.

DIN 40050 · IP-Schutzarten.

DIN 41619
Stufendrehschalter für die Nachrichtentechnik, Begriffe, Anwendungsklassen, Prüfungen.

DIN 41640
Meß- und Prüfverfahren elektrischmechanische Bauelemente.

Teilweise entsprechen unsere Produkte auch noch folgenden Normen:

VG 0095318 T2
Elektrische Schalter für die Niederfrequenz-Technik, Grundvorschrift.

MIL-S-3786
Gegenwärtige Ausgabe E.

Elektrische und mechanische Kennwerte

Die im Katalog angegebenen Daten sind Kennwerte, d.h. sie können über oder unterschritten werden, wenn dabei der Einfluß auf andere Kennwerte berücksichtigt wird.

Beispiele:
Die Anzahl der Ebenen kann bei vielen Schaltertypen übeschritten werden, wenn dabei der Einfluß auf das Drehmoment berücksichtigt wird. Das erforderliche Drehmoment je Ebene steigt dabei mit der Anzahl der Stromkreise und liegt meist bei unterbrechender Schaltweise höher als bei kurzschließender. Daraus ergibt sich, daß kurzschliessende Schalter mit nur einem Stromkreis pro Ebene auch bei größeren Ebenenzahlen innerhalb des angegebenen Betätigungsmoments bleiben.

Schaltleistung, Schaltstrom und Schaltspannung beziehen sich jeweils auf rein ohmsche Last und auf die angegebene Lebensdauer. Eine Überschreitung dieserWerte bzw. das Schalten nicht ohmscher Lasten ist möglich, jedoch ist dabei der Einfluß auf die Lebensdauer zu beachten. Wie viele Schaltzyklen bei einer bestimmten Last erreicht werden können, muß häufig durch Versuche mit der Original-Last ermittelt werden.

Lebensdauer
Die Lebensdauer wird in vollständigen Schaltzyklen angegeben, d.h. ein Schaltzyklus besteht aus einer Bewegung über alle Schaltstellungen und wieder zurück.

Bei Schaltern, bei denen sich die Lebensdauer auf eine begrenzte Zahl von Schaltstellungen bezieht, ist dies besonders angegeben, z.B. mit 2x6, d.h. die Lebensdauer bezieht sich dann auf einen Schalter mit 2 Stromkreisen und 6 Schaltstellungen. Bei einer Begrenzung auf weniger Schaltstellungen kann meist eine höhere Zyklenzahl erreicht werden.

Sonderausführungen

Unser Schalterprogramm ist an die Anforderungen des Einsatzfalles anpaßbar. Ebenenabstände, Achslängen und Achsformen, Betätigungsdrehmomente und viele andere Parameter können verändert werden. Bitte, fragen Sie uns.

Rastwinkel

Der Rastwinkel ist der Dreh-Winkel zwischen zwei Schaltstellungen. Die Anzahl der Schaltstellungen auf eine Umdrehung ergibt sich aus:
360° Rastwinkel

Kontaktsysteme

Kontakt-System

Schaltweise

Die Schalter können in unterbrechender oder kurzschließender (überbrückender) Schaltweise geliefert werden. Bei kurzschließender Schaltweise wird zwischen zwei benachbarten Kontakten während des Schaltvorgangs eine Überbrückung hergestellt. Der bewegliche Kontakt verbindet kurzeitig den Kontakt den er beim Schaltvorgang verläßt mit dem Kontakt der neuen Schaltstellung, d.h. kurzeitig besteht zwischen beiden Ausgängen eine Verbindung. Bei unterbrechender Schaltweise wird erst die bestehende Verbindung unterbrochen, bevor die neue Kontaktgabe erfolgt.

Schaltkombinationen

Die Angabe der Schaltkombinationen, wie z.B. 2x6, 2x3 und 1x12, gibt die Anzahl der Stromkreise auf einer Ebene und die Zahl der Schaltstellungen an, so bedeutet 2x6 zwei Stromkreise sechs Schaltstellungen. Soll dieser Schalter auf vier Schaltstellungen begrenzt werden, so ist die entsprechende Schaltkombination 2x4.

Isolationsmaterial

Als Isolationsmaterialien wurden die geeignetsten Werkstoffe für den jeweiligen Schaltertyp ausgewählt.

Code Bezeichnung
Dl Diallylphthalat, DAP
EP Epoxid-Glasgewebe
HP Hartpapier 2062.8 DIN 7735
NO Noryl, PPO
PB Polybutylenterephthalat, PBTP
PC Polycarbonat, PC
PE Polyaethylenterephthalat, PETP
PO Polyamid, PA
PM Polyacetal, POM
PS Polyphenylensulfid, PPS
RY Ryton, PPS

Kontaktmaterial

Wichtiger Hinweis für die Auswahl des jeweiligen Kontaktmaterials. Die Kontakte sind selbstreinigend und erfordern keine Wartung unter normalen Betriebsbedingungen.

Die Auswahl des geeigneten Kontaktwerkstoffes hängt davon ab, was von dem Schalter in Hinblick auf elektrische und mechanische Eigenschaften und Berücksichtigung von Umwelteinflüssen gefordert wird. Besonders bewährt haben sich:

1. GOLD
a) Beim Schalten von Leistungen <0,5 V und <0,1A.
b) Beim Einsatz in korrosiver Atmosphäre.
c) Beim Einsatz für Leistungen im μV- und μA-Bereich inclusive seltener Betätigung. In diesem Fall sollten Sie uns direkt ansprechen, um den geeigneten Schalter für Sie aus unserem Programm auszuwählen.

2. SILBER
a) Beim Schalten von Leistungen <0,5 V und <0,1A unter normaler Umweltbeanspruchung.
b) Für häufig betätigte Drehschalter.

Alle offenen Kontakte, die zuverlässig niedere Spannungen schalten müssen, sollten nicht der direkten Luftzirkulation ausgesetzt sein, sondern durch geschlossene Bauweise des Schalters bzw. Staubschutzkappen geschützt werden, z.B. bei Meßstellenumschalter im Inneren von Geräten mit Eigenerwärmung.

Temperaturbereich

Normalausführung von –25 bis 85°C. Die Temperaturgrenzwerte gelten nicht für Dauerbetrieb.
Sondertypen sind auch für andere Temperaturbereiche lieferbar, z.B.Schalter entsprechend MIL
oder VG mit einer zulässigen Betriebstemperatur von –55°C bis 85°C und einer Lagertemperatur
von –65°C bis125°C.

Alle technischen Daten in diesem Datenbuch gelten für Normalklima 23°C und 50%r.F. DIN 50014.
Die Vorbehandlung für die Spannungs- und Isolationsprüfungen erfolgt über 4 Tage bei Klima 40/93,
DIN IEC 68,Teil 2–3.

Meßspannung bei der Isolationsmessung ist U =100V– ±15V, gemäß DIN 41640.

Fettung

Unsere Schalter sind für die in unserem Datenbuch angegebenen Zuverlässigkeitsdaten ausreichend gefettet. Bei Reinigung und Nachfettung der Kontakte können wir keine Garantie für Funktion und Lebensdauer übernehmen, da Untersuchungen in unserem Labor ergeben haben, daß ein Teil der im Handel befindlichen Lösungsmittel und Kontaktfette die Funktion der Schalter erheblich beeinträchtigen kann.

Wichtige Verarbeitungshinweise

Lötverfahren
Alle in diesem Datenbuch genannten Bauelemente sind zur Weiterverarbeitung nach DIN IEC 68, Teil 2–20 ausgelegt. Beim Vorwärmen, Fluxen und Löten ist im Hinblick auf den Aufbau und die Packungsdichte der Leiterplatte auf die maximal zulässige Temperatur einschließlich Zeitbegrenzung der verwendeten Bauteile zu achten. Ein Löttest mit dem vorgesehenen Lötverfahren und komplett bestückter Leiterplatte wird empfohlen. Wir empfehlen insbesondere bei Miniaturschaltern im Falle einer manuellen Verdrahtung darauf zu achten, dass kolophoniumarmes Lot verwendet wird.

Reinigung von Leiterplatten
Ein Gesamttauchen der Schalter in Reinigungsmitteln ist nicht zulässig, weil dadurch Fettmittel entfernt und Materialien aufgelöst werden können. Ausnahme waschdichte Schalter. Die Verträglichkeit der verwendeten Lösungs- und Waschmittel sollte in jedem Einsatzfall separat getestet werden

Zubehör

Zubehörteile, z.B. Beilagscheiben, Muttern und Dichtungen, werden jedem Lieferlos separat verpackt beigefügt.

Informationsmaterial Format Datgröße Download
Technische Übersicht mit Gesamtübersicht PDF 144 KB load
Produktkatalog "Switches" (Komplett) PDF 26 750 KB load