Schallgebersysteme

Einsatzbereiche

  • Schallgeber für den schienengebundenen öffentlichen Personen-Nahverkehr
  • Akustische Meldeeinheit (Durchsagen und Signale) für Schienen- und Straßenfahrzeuge
  • Verknüpfung mit Haltestellen-Informationssystem
  • Spezielle Einsatzfahrzeuge (Behörden, Ordnung, Sicherheit)

Funktion

EBE-Schallgebersysteme dienen zur Erzeugung, Speicherung und Wiedergabe akustischer Signale:
  • Töne
  • Tonfolgen
  • Sprachwiedergaben
Sie können sowohl im Außen- als auch im Innenbereich eingesetzt werden. Die EBE-Schallgebersysteme sind in der Lage bis zu 10 verschiedene Signale wiederzugeben. Dadurch können mehrere Schallquellen durch ein Gerät ersetzt werden. Die Klangwiedergabe erfolgt in sehr guter Qualität und zuverlässiger Reproduzierbarkeit des Klangbildes. Es sind Schalldrücke bis zu 120 dB(A) (gemessen in 1 m Abstand) möglich. Die Klangsequenz kann als Dauer- oder Intervallsignal ausgegeben werden. Die maximale Länge der Klangsequenz ist signalabhängig. Die Gesamtspielzeit für alle Signale liegt bei ca. 30 s. Bei Signalen, die sich rekursiv durch Abspielung immer derselben Klangsequenz erzeugen lassen, ist die maximale Abspieldauer nicht begrenzt.

Der Originalton ist als digitalisiertes Sample auf einem EPROM abgespeichert. Ein Microcontroller übernimmt die Aufgabe, bei aktiviertem Eingang das entsprechende Sample vom EPROM rekursiv oder einmalig zu lesen und an einen D / A-Wandler weiterzugeben. Das analoge Signal wird nun vom D / A-Wandler über einen Verstärker an den Druckkammerlautsprecher geleitet und dort abgestrahlt.
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Merkmale

  • Das Signal ist genau definiert, immer gleichbleibend und wird durch das vollektronische, digitale Prinzip gewährleistet. Klangunterschiede einzelner Schallgeber sind nicht mehr möglich. So hat z. B. der gesamte Fahrzeugbestand ein einheitliches Klangbild.

  • Die Lautstärke des Schallgebers kann an die örtlichen Gegebenheiten und an den Fahrzeugtyp angepasst werden. Die besondere Abstrahlcharakteristik richtet das Signal vorwiegend nach vorn im Fahrtrichtung und belastet die Umgebung beiderseits der Bahn bedeutend geringer.

  • Standardisierte Signale wie z. B. Schienenbremse, Notsignal, Haltewunsch usw. können wie bisher wiedergegeben werden. Eine Umgewöhnung des Bedienpersonals entfällt.

  • Die Wiedergabe der gespeicherten Signale erfolgt über eingebauten oder externen Lautsprecher. Verknüpfungen mit vorhandenen Lautsprecheranlagen sind möglich. Andere Schallzeichen und Sprachdurchsagen können zusätzlich abgespeichert werden. Alle gespeicherten Einzelsignale können miteinander kombiniert werden.

  • Der Schallgeber ist wesentlich wirtschaftlicher als herkömmliche Signalglocken. Der Anbau erfolgt ohne aufwändige Installationsarbeiten, da die herkömmliche Signalglocke einfach gegen den kompakten und wesentlich leichteren Schallgeber ausgetauscht wird.

  • Der Schallgeber besitzt keine mechanisch bewegten Teile. Dadurch ist er verschleißfrei, langlebig und damit wartungsarm. Eine kostenintensive Wartung entfällt.

  • Quttiereingang vorhanden.

  • IBIS-Schnittstelle auf Wunsch.

  • Eingesetzt und bewährt in vielen Verkehrsbetrieben.

Aufbau

Schallgeber
  • Eine Einheit aus Druckkammerlautsprecher, Elektronik und Klangsignalen als Komplettgerät.
  • Wiedergabe von max. 3 verschiedenen Signalen.
Universal-Schallgebersystem
  • Kundenspezifische Baugruppe als Steckkarte oder in separatem Gehäuse. Lautsprecher optional.
  • Wiedergabe von max. 10 verschiedenen Signalen.
  • Schnittstelle zum übergeordneten System nach Absprache.